Nachrichtentechnik Bielefeld; seit 26 Jahren

Erfolgsfaktor: das Fachwissen der Mitarbeiter

 Nachrichtentechnik Bielefeld ist seit 26 Jahren in Sachen Datentransport am Markt

Michael Diekmann

Bielefeld(WB). Wenn man von Netzwerktechnik spricht, ist die Firma am Bielefelder Stadtrand ein Klassiker. Technische Weiterentwicklungen werden nicht selten als Quantensprung bezeichnet. Ist eine Firma aber wie die Nachrichtentechnik Bielefeld GmbH (NTB) seit 26 Jahren in Sachen Datentransport am Markt, spricht man mit Recht von einer Ewigkeit.

 

BIELEFELD, DEUTSCHLAND – 30. JANUAR 2017: Nachrichtentechnik Bielefeld (Foto: Hans-Werner Buescher/’WESTFALEN-BLATT‘) +++

»Dabei sind wir mit den Aufgaben stetig gewachsen, haben uns dem Kundenkreis angepasst und alle Aufgaben gelöst«. betont Daniel Brosend (39). Das jüngste Zauberwort heißt »Network on Demand«. Das steht für ein Netzwerk auf Bestellung, eben nutzungsabhängig. So wie man einen Leihwagen nur nimmt, wenn man ihn tatsächlich braucht, erklärt Brosend. Der geschäftsführende Gesellschafter gehört seit 1998 zum Team.

Immer mehr Kunden nutzen das innovative Netzwerkmodell mit nutzungsabhängiger Abrechnung, das sich speziell an Unternehmen mit schwankender Netzwerk-Nutzung richtet. NTB arbeitet als einer der ersten Partner deutschlandweit zusammen mit der Marke Alcatel-Lucent Enterprise (ALE). Weil ALE, laut Brosend die Anschaffung der Hardware übernimmt, müssen die Unternehmen selbst deutlich weniger investieren, um erstklassige Funktionen nutzen zu können.

Gegründet worden war Nachrichtentechnik Bielefeld 1991 als Systemhaus. Der klassische Existenzgründer Siegfried Lienig und Mitgründerin Petra Beck hatten damals gut 30 zumeist mittelständische Unternehmen als Kunden – gewissenmaßen ihr Startkapital. Damals wie heute hat die Firma 25 Mitarbeiter. Der Lieferumfang von damals, erklärt Brosend, würde heute locker mehr als 50 Mitarbeiter beschäftigen. Was sich damals in Tagen und Wochen an Arbeit an Schaltschränken und Kabeltrassen zutrug, lässt sich heute vielfach in elektronischen Netzwerken in Stunden abbilden.

BIELEFELD, DEUTSCHLAND – 30. JANUAR 2017: Nachrichtentechnik Bielefeld, v.l.. Daniel Brosend (Foto: Hans-Werner Buescher/’WESTFALEN-BLATT‘) +++

Wer das weiß, versteht auch, warum NTB trotz stetig wachsendem Kundenkreis mit immer mehr Aufgaben die Zentrale an der Bechterdisser Straße baulich noch nicht erweitern musste: Es passt immer mehr in immer kompaktere Rechnerschränke. Der entscheidende Erfolgsfaktor heute ist das Fachwissen der Mitarbeiter.

Bereits 1993, zwei Jahre nach Gründung, hatte NTB die Netzwerksparte ins Portfolio genommen. Heute deckt man den gesamten IT-Bereich ab, kümmert sich um Telekommunikation genauso wie um Netzwerke, Servertechnik, Videoüberwachung sowie Präsentations- und Sicherheitstechnik für Kunden über Ostwestfalen-Lippe hinaus, deutschlandweit und sogar im europäischen Ausland. Brosend: »Wir gehen mit unseren Kunden auf ihre Märkte und an ihre Standorte.« So kommen die Bielefelder bis nach Tschechien oder Spanien.

 

Natürlich gibt es im Konferenztraum von NTB das Regal mit allerlei Hardware wie Telefonen oder Modems. Man ist stolz auf die Erreichbarkeit rund um die Uhr als wesentliches Argument für Kundenbindung. Wenn jemand anruft, weil er ein Problem hat, unterstreicht Brosend, will er doch, dass jemand da ist. Bei NTB ist das fein gestaffelt. Bei einigen Kunden sei man in zwei Stunden direkt vor Ort, betont der Geschäftsführer: »Der Großteil verlässt sich auf uns, dass sich jemand kümmert. Und das tun wir gern.«

Direkt an den Serverraum grenzt der Bereich der Kundenbetreuer. Systemspezialisten wie Björn Lindemeier sind hier bei der Arbeit – sie sind per Kopfhörer, WLAN, Computer und Tablet auf vielen Wegen mit den Kunden verbunden. Die faszinierende Welt der Kunden-Kommunikation trifft Menschen, die quasi nebenbei auf dem Weg ins Nachbarbüro mit ihrem Kunden ein Problem lösen.

Dabei sind die Problemlöser aus Bielefeld-Oldentrup nicht nur für große Verlage tätig, Reiseunternehmen, Tierarztpraxen oder eine führende Autohaus-Kette. Zeichen gesetzt hat Nachrichtentechnik Bielefeld vor gar nicht allzu langer Zeit mit der im eigenen Haus konzipierten Sicherheitsüberwachung für die Offshore-Windkraftanlagen der Bard-Engeneering GmbH in Emden. »Der Energiemarkt hat sich geändert«, erklärt Daniel Brosend, warum aus der geplanten Expansion von Park zu Park nicht so viel geworden ist wie erwartet. Die Weichen neu gestellt hat hier die Politik. Es geht deutlich langsamer voran.

BIELEFELD, DEUTSCHLAND – 30. JANUAR 2017: Nachrichtentechnik Bielefeld (Foto: Hans-Werner Buescher/’WESTFALEN-BLATT‘) +++

Für die NTB-Nachrichtenprofis war das Projekt Bard aber ein Beweis dafür, wieviel man mit IP-Technik leisten kann. Und auch mit Glasfaser. Die bekommt in Deutschland gerade immer mehr Bedeutung. Die Telekom geht mit Glasfaser in die Fläche. Und NTB in Bielefeld hilft dabei. Deren Spezialisten schaffen Verbindungen. Bis zu 512 Fasern in einem Kabel wollen verknüpft sein für eine echte Datenautobahn.

Eines der Vorzeigeobjekte der Bielefelder hängt auf der Spitze der Strom-Überlandleitung entlang der Autobahn 2. Alle vier Kilometer müssen die Glasfasern wieder angeknüpft werden. Was Daniel Brosend freut: »Meine Techniker bekommen keine nassen Füße und müssen nicht in Zelten am Straßenrand bibbern.« Bei NTB hat man sich eigens einen Pkw-Anhänger ausgerüstet, mit Technik, Heizung, einfach mit Komfort. Der Trick: Im Fußboden ist eine Lücke. Durch die zieht man die Leitungen zum Verknüpfen ins Warme. Gewusst wie. www.ntb.de

 

Windows Server 2016, Lizensierung

In diesem Jahr hat Microsoft mit seinem Server 2016 wieder eine neue Version des bekanntesten Server Betriebssystems herausgebracht. Auch wenn die meisten Unternehmen noch auf den Server 2012 R2 setzen, wird die neue Version nun nach und nach vermehrt installiert werden. Viele neue Features sind mit dem Server 2016 verbunden. Allerdings hat sich auch das Lizenzmodell verändert.  Primär stellt Microsoft von der „pro Prozessor-Lizenzierung“ auf eine „pro Core bzw. Kern“ Lizenzierung um. Die Summe der Kerne ist also wesentlich für die Menge der Lizenzen. Es gibt dabei eine „Mindestbestellmenge“ von acht Kernen je physikalischer CPU. Auch wer nur eine Quad Core CPU im Server hat, muss mit dem Server 2016 trotzdem acht Kerne lizensieren. Zwei CPU´s mit 4 Kernen müssen mit 16 Kernen lizensiert werden (min. 8 Kerne je CPU). Preislich relativiert sich das Szenario ein wenig. Nach dem ersten Lesen kann man zwar den Eindruck gewinnen, dass Windows Server Lizenzen kostenintensiver werden, da aber die Basispreise entsprechend angepasst wurden, bleiben die Kosten für Standard-Server auf ähnlichem Niveau wie bisher. Lediglich bei Servern mit größerer Prozessordichte und einer hohen Anzahl von Kernen kann es etwas mehr ins Geld gehen als in der Vergangenheit

NTB auf der CeBIT

Vom 14. bis zum 18. März sind wir von der NTB auf der CeBIT vertreten. Sie finden uns hier in Halle 13, Stand D28 auf dem Stand unseres Partners Alcatel Lucent Enterprise. Im persönlichen Gespräch stehen dabei Ihre individuellen Wünsche und Bedürfnisse im Mittelpunkt. Wir freuen uns darauf mit Ihnen intensive Gespräche zu führen und Ihnen Themen wie unsere „Besucher-WLAN-Lösung“, Sinn und Einsatzzweck von Session Border Controllern oder aktuelle Möglichkeiten bei SIP Anbindungen vorstellen zu können.